ZIELORT STETTIN

Drehkreuz des Ostens

Was das Ruhrgebiet für Deutschland, das ist Oberschlesien für Polen: In dem Industriegebiet rund um Katowice (Kattowitz), dem zweitgrößten Ballungsraum des Landes, wird Steinkohle abgebaut und Stahl erzeugt. Das dafür notwendige Eisenerz wird über den 600 Kilometer entfernten Hafen von Szczecin (Stettin)/Swinoujscie (Swinemünde) importiert und per Binnenschiff auf der Oder nach Oberschlesien transportiert. Die fertigen Stahlprodukte nehmen den umgekehrten Weg.

Nach Gdansk (Danzig) ist Stettin-Swinemünde der zweitgrößte Hafen Polens – und damit von großer Bedeutung für die gesamte Wirtschaft des Landes. Genaugenommen handelt es sich um zwei Häfen: den von Swinemünde an der Ostsee und den rund 65 Kilometer landeinwärts gelegenen Hafen von Stettin an der Odermündung zum Stettiner Haff. Damit ist die Stadt mit ihren 405.000 Einwohnern der natürliche Hafen für das gesamte Einzugsgebiet des Flusses und zugleich der wichtigste Transithafen für Tschechien und die Slowakei. Über den Oder-Havel-Kanal ist Stettin an Berlin und das europäische Binnenschifffahrtsnetz angebunden.

Günstige geografische Lage

Die Nähe zu Berlin spielte bei der Entwicklung des Hafens und der Stadt, die bereits im 13. Jahrhundert der Hanse beitrat, eine wichtige Rolle. Bis 1945 war Stettin der Ein- und Ausfuhrhafen für Berlin. Heute profiliert sich die Hauptstadt der polnischen Woiwodschaft Westpommern als wichtiger Standort der maritimen Wirtschaft und als Knotenpunkt für europäische Verkehre. Die Werft vor Ort mit ihren rund 10.000 Beschäftigten ist die größte Europas. Fährlinien führen nach Skandinavien. Über die Ostsee verbindet der Hafen Finnland, Russland und die baltischen Staaten mit Deutschland und Westeuropa. Durch die Autobahn A6 auf polnischer und die A11 auf deutscher Seite ist die Stadt mit Berlin verknüpft. Bahnverbindungen existieren zu den wichtigsten Städten des Landes.

Die günstige geografische Lage spiegelt sich in den Umschlagszahlen des Hafens wider. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2010 wurden fast zehn Millionen Tonnen umgesetzt – ein Zuwachs von 35,6 Prozent gegenüber demselben Zeitraum des Vorjahres. „Was derzeit im Hafen passiert, ist einer der besten Indikatoren dafür, dass sich die Gesamtwirtschaft immer besser entwickelt“, sagte Jaroslaw Siergiej, Vorstandsvorsitzender der Hafengesellschaft von Stettin-Swinemünde, der polnischen Zeitung „Rzeczpospolita“.

Ihre Lage zwischen Berlin (130 Kilometer entfernt), Warschau (450 Kilometer) und der Öresund-Region (250 Kilometer) kann die Stadt zu einem wichtigen Dreh- und Angelpunkt des neuen Europa machen – an der Schnittstelle zwischen Ost- und Westeuropa sowie den nordischen Staaten. Dazu gehören aber weitere Investitionen in die Infrastruktur. Am Ausbau der Straßen wird gearbeitet, die Vertiefung der Fahrrinne ist in der Diskussion. Bislang können nur Schiffe mit einem Tiefgang von 9,15 Metern den Hafen anlaufen. Die Hafenwirtschaft wünscht sich den Ausbau auf 12,50 Meter.

Das Logbuch

03.07 00:21
Der Record Run 2011 der drei Mercedes-Benz Lkw hat nach insgesamt mehr als 10.000 km um Mitternacht sein Ziel erreicht.

02.07 16:57
Peine, 16:57 Uhr. Der Actros Record Run 2011 steht kurz vor dem Finale. Ein letztes Mal arbeiten Mechaniker aus der Werkstatt-Truppe des Mercedes-Benz Fahrversuchs die Check-Liste ab.

Kooperationspartner

Link zur Shell Homepage
Link zur Dekra Homepage
Link zur FleetBoard Homepage