STARTPUNKT ROTTERDAM

Europas größter Hafen

Spezialkräne versenken Betonblöcke als Wellenbrecher in die Nordsee, Schuten bringen Sand herbei: In Maasvlakte 2 wird intensiv an einem Jahrhundertprojekt gearbeitet. Die ersten 500 von 1.250 Metern Seekai werden in Kürze fertig gestellt sein, in zwei Jahren soll der erste Teil der Hafenerweiterung in Betrieb gehen. Rund 2000 Hektar neue Hafenfläche gewinnt der größte Seehafen Europas durch das Vorhaben. Die Umschlagkapazität für Container wird sich bis zur kompletten Fertigstellung etwa im Jahr 2030 verdreifachen. „Eine so große Kapazität hat niemand in Europa“, sagte Hans Smits, Generaldirektor der Rotterdamer Hafengesellschaft, laut „Handelsblatt“.

Die mit rund 600.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt der Niederlande ist Europas Logistikzentrum – und das hat Rotterdam seinem Hafen und seiner Lage zu verdanken. Ins deutsche Ruhrgebiet, dem industriellen Herz des Kontinents, ist es nicht weit. Unternehmen haben über den Hafen schnellen Zugang zu Konsumenten von Belgien bis Italien, von den Niederlanden bis nach Polen, von Frankreich bis Großbritannien. Innerhalb eines Radius’ von 500 Kilometern leben 180 Millionen Menschen, entstehen 25 Prozent der Weltindustrieproduktion.

430 Millionen Tonnen pro Jahr

Auf einer imposanten Länge von 40 Kilometern erstreckt sich der Hafen. 430 Millionen Tonnen Güter wurden hier im Jahr 2010 umgeschlagen. Rund 320.000 Arbeitsplätze schafft die Hafenwirtschaft, etwa 60.000 befinden sich direkt im Hafengebiet. Mit einer Fahrrinnentiefe von 24 Metern können ihn selbst die ganz großen Pötte voll beladen und unabhängig von den Gezeiten anlaufen. Rotterdam ist der wichtigste europäische Hafen für Erdöl und Erdölprodukte, für Eisenerze, Schrott, Kohle und Getreide, ja selbst für Obst, Gemüse und Fruchtsäfte. Gut 40 Prozent des Umschlages machen die Mineralöle aus. Mit elf Millionen Einheiten ist Stückgut, transportiert in Containern, der zweite Hauptarbeitsbereich – auch da ist Rotterdam in Europa Spitze.

Das alles muss zum Kunden transportiert werden – per Lkw, per Schiff oder mit der Bahn. Im „Modal-Split“ führt dabei an der Straße kein Weg vorbei: Gut 57 Prozent aller Güter sind laut der jüngsten Untersuchung per Lkw unterwegs, 30 Prozent mit dem Binnenschiff und 13 Prozent mit der Bahn. Allein 4.476.000 Millionen Standardcontainer wurden per Actros & Co. auf dem Kontinent verteilt oder in den Hafen gebracht. Lkw, die am Nachmittag die Stadt verlassen, sind am nächsten Morgen in München, Frankfurt, Köln, Genf oder London. Zwar ist auch Rotterdam nicht frei von Staus. Aber ein modernes Verkehrsleitsystem weist mit großen Digitaltafeln auf Problembereiche im Hafen hin.

Das Logbuch

03.07 00:21
Der Record Run 2011 der drei Mercedes-Benz Lkw hat nach insgesamt mehr als 10.000 km um Mitternacht sein Ziel erreicht.

02.07 16:57
Peine, 16:57 Uhr. Der Actros Record Run 2011 steht kurz vor dem Finale. Ein letztes Mal arbeiten Mechaniker aus der Werkstatt-Truppe des Mercedes-Benz Fahrversuchs die Check-Liste ab.

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