Das Logbuch

03.07 00:21


Der Record Run 2011 der drei Mercedes-Benz Lkw hat nach insgesamt mehr als 10.000 km um Mitternacht sein Ziel erreicht. An der Shell-Tankstelle Portland/Rotterdam wird unter Aufsicht des Dekra-Ingenieurs Jens Lohmann Diesel-Kraftstoff und AdBlue nachgetankt.

Dabei misst der Dekra-Prüfer auch die Kraftstofftemperatur und den Reifendruck, um die Gesamtauswertung exakt vornehmen zu können.

Am Sonntag, 3. Juli 2011, werden die Daten der Gesamttour ausgewertet. Die Ergebnisse werden im Rahmen der Pressekonferenz am 4. Juli 2011, 14 Uhr, in Rotterdam bekannt gegeben.

02.07 16:57


Peine, 16:57 Uhr. Der Actros Record Run 2011 steht kurz vor dem Finale. Ein letztes Mal arbeiten Mechaniker aus der Werkstatt-Truppe des Mercedes-Benz Fahrversuchs die Check-Liste ab. Scheiben reinigen, Füllstand der Waschanlage prüfen/ergänzen, Beleuchtung säubern. Dazu die Temperaturen sämtlicher Radnaben nehmen und notieren, zusätzlich eine Sichtprüfung aller Räder und Reifen durchführen – „die Liste ist noch um einiges länger, aber in der Sollzeit locker abzuarbeiten", sagt Torsten Ebner, Werkstattmeister im Mercedes-Benz Fahrversuch.

Er muss es wissen, schließlich hat er sich die gesamte Service-Logistik ausgedacht. Zugleich hat Ebner auch die passende Truppe an Fachleuten für eine gründliche, dabei flotte Prüfung der drei Actros Testfahrzeuge zusammengestellt. Für den außenstehenden Beobachter besonders auffällig in den vergangenen sechs Tagen hier in Peine: Die fast schon traumwandlerische Präzision und Ruhe, mit der das Ebner-Team auf vergleichsweise engem Raum drei vollständige Sattelzüge abfertigt.

Den Tankvorgang selbst hatten stets der Dekra-Prüfer Jens Lohmann und Anton Haitz vom Mercedes-Benz Lkw-Pressetest-Team im Griff. Haitz hantierte mit der Zapfpistole und dem Thermometer, Lohmann kümmerte sich um Tankdeckel- und sonstige Plomben sowie, ganz wesentlich, um die Dokumentation aller Füllmengen und der Betriebsmitteltemperaturen.

Im Gegensatz zu den fünf Befüllungen zuvor hat die jetzt abgeschlossene sechste Tankung nur noch die reine Treibstoffbevorratung für die Fahrt zum Tourziel Rotterdam zum Zweck. Eine informelle, zwischengeschaltete Verbrauchsanalyse für die Homepage des Record Run 2011 findet heute, im Gegensatz zu den vorherigen Tagen, nicht mehr statt.

Grund: Die „finale Abrechnung" bleibt der großen Abschlussbetankung in Portland/Rotterdam vorbehalten. Allein die dort getankte Menge – plus die bis dahin in Peine aufsummierten Teilmengen – entscheiden für Dekra-Prüfer Lohmann am Ende in seinem Testat. Bis zu einer für Montag, 14:00 Uhr, anberaumten Pressekonferenz werden nun alle Daten noch einmal sorgfältig gecheckt und für die Ergebnispräsentation übersichtlich aufbereitet.

02.07 10:18

Beim letzten Törn des Actros Record Run 2011 haben die Tagschichtfahrer noch etwas „Abwechslung" im Fahrprogramm: Anstelle nach 400 Kilometern Fahrtstrecke am bisherigen östlichen Wendepunkt nahe Stettin müssen die Fahrer ihre Actros 1844 und 1845 bereits 225 Kilometer früher von der Autobahn herunter steuern.

Grund ist die Ferienreiseverordnung. Sie verbietet Lastwagen die Benutzung bestimmter Autobahnen und Autobahnabschnitte in der Hauptreisezeit vom 1. Juli bis zum 31. August. Auf der Actros-Vergleichstour betroffen ist die A 10 bei Berlin.

Ersatzweise, damit die bis zum letzten Schichtwechsel noch ausstehenden 800 Kilometer um 16:00 Uhr auf die Tachos kommen, fahren die drei Actros deshalb derzeit zwischen der Anschlussstelle 80 auf der A2 (Lehnin) im Osten und der Ausfahrt 73 Burg-Zentrum westlich davon hin und her.

„Verkehrstechnisch läuft noch alles", funken Thomas Detscher, Hans Luft und Bernhard Schiel einträchtig aus ihren Autos. Nichts anderes als diese Eintracht ist geplant, schließlich behalten die drei Wettstreiter auch beim Hin-und-Her ihren Mindestabstand von drei Minuten bei. Das reicht, um einerseits unabhängig voneinander zu fahren – Stichwort Windschatten-Verbot –, andererseits jedoch stets im selben Witterungs- und Streckenbelastungsfenster unterwegs zu sein.

Aktuell ist die Strecke feucht bis nass und der Wind bläst spürbar aus West. Das hilft verbrauchstechnisch auf der Teiletappe Burg bis Lehnin, belastete den Dieseldurst der drei Trucks dafür aber in der Gegenrichtung. Schade nur, dass sich die Effekte nicht aufheben: Der Saldo ist stets negativ – die Physik will es so.

02.07 08:08


„Für einen Freitagabend lief es erstaunlich gut." Johann „Jupp" Zens ist sehr zufrieden mit seiner Nachtschicht. Am Steuer eines neuen Actros 1845 LS hatte er zwar fallweise dichten, aber nur minimal von Staus belasteten Verkehr auf seiner Fahrt von Peine bis kurz vor Rotterdam und retour.

„In Bad Oeynhausen mussten wir nur acht Mal stoppen" – das hat der Testprofi in den vergangenen Nächten schon ganz anders erlebt. „Niederschlag gab’s auch keinen, nur der Wind drückte während der ganzen West-Tour von vorn." Dafür schob das Lüftchen dann auf dem Heimweg die ganze Nacht über mit ein bis zwei Windstärken. Zurück am Servicepunkt in Peine waren die drei wettstreitenden Actros des Record Run 2011 gegen 4:30 Uhr.

Nach dem Teamwechsel und einem kurzen Sicherheits-Check rollt die Tagschicht seit 4:50 ihr Pensum ab. Dabei gibt es im Gegensatz zu den Vortagen eine veränderte Streckenführung zu beachten: Weil die Autobahn vom Dreieck Werder an heute für Lkw tabu ist – Stichwort Ferienfahrverbot – pendelt das Actros-Trio mehrfach zwischen den Autobahnanschlussstellen Lehnin und Burg/Zentrum, um das Tagessoll an Wegstrecke voll zu kriegen.

01.07 22:28


Actros Record Run 2011, die vorletzte: Nach knapp 7800 von geplanten 10.000 Kilometern je Fahrzeug hat die Marken-interne Vergleichsfahrt gut drei Viertel ihrer Plandistanz hinter sich. „Nach zwei verbrauchstreibenden 24-Stunden-Abschnitten liegen wir heute wieder näher an Gut-Wetter-Werten", blickt Dr. Hannes Möller, Versuchsleiter bei Mercedes-Benz-Lkw, auf die aktuellen Tagesresultate.

Über gut drei Viertel der anvisierten Gesamtstrecke aufaddiert, liegt der neue Mercedes-Benz Actros 1845 LS BlueTec 6 mit seiner hocheffizienten Abgasreinigungsanlage gemäß Euro VI-Norm weiter bestens im Rennen. Gegenüber dem aktuellen Actros 1844 mit BlueTec 5-Motor nach der derzeit geforderten Euro V-Norm stößt er bis zu 80 Prozent weniger Schadstoffe aus und verbraucht zudem auch noch 4,6 Prozent weniger an Dieselkraftstoff. Dieser Minderverbrauch an fossilem Treibstoff entspricht einer Verringerung des CO2-Ausstosses in gleicher Relation. Der Partikelaustoss darf bei Euro-VI-Fahrzeugen nur noch die Hälfte dessen betragen, was bei Euro V noch zulässig war. Nach Expertenmeinung kommt der neue Euro-VI-Grenzwert jedoch faktisch einer erheblich weiter reichenden Verschärfung gleich, weil von 2014 an erstmals die Partikelanzahl limitiert sein wird.

Der neue Actros 1845 LS BlueTec 5 spielt die Stärken seiner komplett neu entwickelten 12,8-l-Maschine voll zu Gunsten eines noch weiter minimierten Dieselverbrauchs aus. In der kumulierten Zwischenbilanz kommt das neue Modell auf einen Verbrauchsbonus zum aktuellen Actros 1844 Euro V von 7,6 Prozent.

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